Vortrag von Dr. Christian Riemenschneider über Verfolgung und Enteignung der Einbecker Freimauerer-Loge

Nach langer Pause lädt der Einbecker Geschichtsverein wieder zu einem Vortrag ein. Dr. Christian Riemenschneider berichtet über seine Provenienzforschungen am Montag, 12. Dezember, um 19 Uhr in der Freimaurer-Loge, Hubeweg 37. Der Titel des Vortrags lautet: „Zur Verwertung freigegeben“. Verfolgung und Enteignung der Einbecker Freimauerer-Loge in der NS-Zeit.

Nach langer Corona-Pause lädt der Einbecker Geschichtsverein erstmals wieder zu einem historischen Abendvortrag ein. Am kommenden Montag, 12. Dezember, um 19 Uhr wird der aus Edemissen stammende Historiker Dr. Christian Riemenschneider über seine Forschungen zum Schicksal von Museums- und Archivobjekten berichten. Die so genannten Provenienzforschung beschäftigt sich mit der Aufklärung der Herkunft von Objekten, die möglicherweise unter unrechtmäßigen Umständen in Museen oder Archive gelangt sind. Die Aufklärungsarbeit ähnelt einer spannenden, kriminalistischen Spurensuche und führt zu überraschenden Ergebnissen. Im Fall von Einbeck sind vor allem Gegenstände der Freimaurerloge „Georg zu den drei Säulen“, Objekte aus jüdischem Besitz und aus der Einbecker Arbeiterbewegung betroffen, die einer näheren Betrachtung wert sind.

Christian Riemenschneider hat viele Monate in Einbeck und bundesweit recherchiert und seine Ergebnisse in einem gerade erschienenen Buch veröffentlicht. Er wird berichten, welche Schicksale diese Objekte hatten und was aus ihnen heute geworden ist. Erstmals wird dieser Vortrag von Schülern der Firma Goethe Technik aufgezeichnet und einige Tage später auf der Website des Geschichtsvereins allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Das Buch zum Vortrag wird an diesem Abend ebenfalls erhältlich sein. Der Vortrag findet in den Räumen der Freimaurer-Loge am Hubeweg 37 statt. Mitglieder und Gäste sind willkommen.

(Aktualisiert: 08.12.2022)

Meisterhammer von 1898 der Loge Einbeck. Foto: Christian Riemenschneider
Freimaurertempel Einbeck kurz vor Zwangsauflösung 1935. Foto: Geheimes Staatsarchiv Berlin