Vortrag von Dr. Henning Jürgens: Friedenspredigten der frühen Neuzeit

Dr. Elke Heege mit Dr. Henning Jürgens, der nach 2017 bereits ein zweites Mal zum Vortrag kam. Foto: Ehrenheim-Schmidt

Weihnachten 1647, als sich das Ende des Dreißigjährigen Krieges abzeichnete, predigte Superintendent Wernick in Ronneburg bei Gera bereits von Friedenssehnsucht, wahrer Buße, christlicher Liebe, Einträchtigkeit und Amnestie, damals noch im lateinischen Sinne für Vergessen. Das Vergessen bedeutete eine wichtige Voraussetzung für einen Friedensschluss, erklärte Dr. Henning Jürgens vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz jetzt bei seinem Vortrag im Einbecker Geschichtsverein. Der Historiker hat mehrere Jahre »Friedenspredigten der frühen Neuzeit« erforscht. Dieser Teilbereich gehörte zu einem mehrjährigen Verbundprojekt, angedockt an das Mainzer Institut. Theologen, Literaturwissenschaftler, Musik- und Kunsthistoriker aus Deutschland, Italien und Polen untersuchten die Darstellung, die Repräsentation der Friedenskultur, so etwa in Theaterstücken, auf Gedenkmedaillen, in der Musik und eben in Friedenspredigten.

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Vortrag: Friedenspredigten des 17. und 18. Jahrhunderts am 20. Januar

Predigt von Johann Melchior Goeze. Foto: privat / Henning Jürgens

Der erste Vortrag des Einbecker Geschichtsvereines im Jahr 2020 findet am Montag, 20. Januar, statt. Dr. Henning Jürgens (Mainz) berichtet darin über Friedenspredigten aus Anlass von Friedensschlüssen aus der Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in der Aula der Teichenwegschule, Teichenweg 26. Der Eintritt ist frei.

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